Introduction

DIABETES Let`s Get Going

Diese Seite wird von einer Gruppe Jugendlicher mit Diabetes Typ 1 und ihren Coaches befüllt, um eine Österreichische Young Diabetes Community aufzubauen. Erstes Herzensprojekt ist es, ukrainische Kinder und Jugendliche mit Diabetes zu unterstützen.

DIABETES Let`s Get Going

Hallöchen, liebe Young Diabetes-Community,
wie schon im Namen steckt, sind wir eine Gruppe von Jugendlichen mit Diabetes, die sich mit einer Diabetologin und Kinderärztin (Kiki), einer Diätologin (Lena @health´s kitchen https://lenagnutrition.jimdofree.com/) und einer Psychologin (Yvonne https://www.yvonne-fischer.at) zusammengeschlossen haben, um eine Österreichische Diabetes Community aufzubauen. Unser erstes Herzens-Projekt ist, ukrainische Kinder und Jugendliche mit Diabetes Typ 1 zu unterstützen, wenn sie hier in Österreich ankommen. 
 Aber wir sind fleißig am Planen für andere Projekte! Alle Updates findet ihr auf unserer Homepage https://diabetes-da-ma-wos.jimdosite.com/ oder hier auf kikico.net.
Wir werden euch auch auf Instagram am Laufenden halten! Also let’s get going!
Übrigens, wie es zu unserem Namen kam: wir finden, es ist an der Zeit etwas zu unternehmen, also „let’s get going“! Um den österreichischen Touch zu bekommen, eben auch „DA MA WOS“ oder „tun wir etwas“.
Was uns wichtig ist: Gemeinschaft, ein Ziel zu haben und Achtsamkeit mit uns selbst und unserer Umgebung.

Unsere Haltung haben wir zu Leitsätzen formuliert:
1. Wir sorgen für sichere Beziehung.
2. Freiheit ist für uns wichtig. Wir achten darauf, dass Diabetes unsere Freiheit nicht einschränkt.
3. Wir pflegen einen respektvollen Umgang.
4. Wir schätzen Selbstständigkeit und Selbstbestimmung bei und mit unserem Diabetes.
5. Wir akzeptieren das Anderssein von Personen und trennen das Verhalten von der Person.
6. Wir übernehmen Verantwortung und holen uns Unterstützung, wenn wir sie brauchen.
7. Wir schaffen Vertrauen und Sicherheit durch Transparenz.
8. Wir zeigen Interesse und Wertschätzung.
9. Wir sind geduldig, beharrlich und zuverlässig.
10. Wir stehen zu unseren Fehlern und lernen daraus.
11. Wir agieren ohne Gewalt.

Wir möchten euch gerne nach und nach erklären, was unsere Gedanken hinter diesen Glaubenssätzen sind:

1. Wir sorgen für sichere Beziehung.
Für uns ist es wichtig, stabile und verlässliche Beziehungen zu haben. In einer Community, mit der Ambulanz, egal mit wem & wie, aber eine Beziehung, auf die man sich verlassen kann & in der man sich wohlfühlt!
Habt ihr eine sichere Beziehung in eurem Leben? & könnt ihr (als Diabetiker:innen) euch auf eure Ambulanz & Ärzt:innen verlassen?

2. Freiheit ist für uns wichtig. Wir achten darauf, dass Diabetes unsere Freiheit nicht einschränkt.
Oft werden Diabetiker:innen gefragt, ob sie dies & das tun können. Die typische Frage ist “Darfst du das essen?”. Sind wir uns ehrlich – es nervt. Solange wir unseren Diabetes zumindest halbwegs im Griff haben, stehen uns alle Türen offen. Und genau das möchten wir vermitteln. Diabetes schränkt uns in keiner Weise ein, er verlangt manchmal etwas Zeit von uns, aber gibt uns dafür so viel mit auf den Weg.
Außerdem ist Freiheit nicht nur beim Diabetes wichtig, sondern generell. Keiner sollte in seinem Leben eingeschränkt sein.

3. Wir pflegen einen respektvollen Umgang!
Respekt ist in allen Lebenssituationen eine wichtige Sache & so auch hier bei uns. Wir respektieren einander in allen Aussagen, Meinungen usw. Und vor allem respektieren wir auch unseren Diabetes, Menschen die uns unterstützen wollen & auch Personen, die anders mit ihrem Diabetes umgehen als wir selbst. Denn ohne Respekt geht gar nichts.

Hallöchen und wieder gibt es eine neue Message von uns.
4. Wir schätzen Selbstständigkeit und Selbstbestimmung bei und mit unserem Diabetes.
Uns ist es wichtig bei unserem Diabetes Selbstbestimmtheit zu erfahren, denn immerhin dreht es sich um unser Leben. Wir wünschen uns, dass uns unsere Ambulanzen mitbestimmen lassen, wie wir unsere Einstellungen handhaben. Es soll nicht so sein, dass der Arzt, die Ärztin sagt, so wird es gemacht, aber zu deinem Lebenstil passt es eigentlich gar nicht. Natürlich ist dies bei Kindern noch ein anderes Thema und so auch bei Neulingen im Club der Diabetiker*innen. Außerdem ist uns Selbstständigkeit wichtig, natürlich muss jeder diesen Begriff für sich selbst definieren, aber es geht um das Vertrauen in uns, dass wir das alles auf die Reihe bekommen, ohne dass jemand unsere Schritte dauerhaft überwacht.
Wie steht ihr zu Selbstbestimmtheit und Selbstständigkeit?

Unsere Haltung zu unserem eigenen Diabetes zeigt sich, wie wir mit und über den Diabetes sprechen:
OPFERSPRACHE versus HELDINNENSPRACHE
Gehorsamkeitssprache: „Der Diabetes macht nicht, was ich sage!“ „Ich bemühe mich immer wieder, aber die Werte sind trotzdem nicht gut, ja sogar oft sehr schlecht!“
Widerstandssprache: „Das passt mir nicht, dass meine Werte nicht besser sind!“

Fremdkontroll-Fokus: „Ich habe keine Kontrolle über meinen Diabetes!“ „Was kann ich tun, damit der Diabetes tut, was ich sage?“
Selbstkontroll-Fokus: „Was kann ich (sonst noch) tun?“

Dämonisierung: „Mein Leben wäre viel besser ohne den Diabetes!“
Positives Denken: „Wann war mein Leben mit dem Diabetes auch gut?“ „Was hat der Diabetes Positives in meinem Leben bewirkt?“

Vorwurfsvolle Sprache: „Nur wegen dem Diabetes muss ich…… /kann ich ….nicht machen!“
Bündnissprache: „Wer kann mir helfen?“ „Wie kann ich mit meinem Diabetes besser zusammenarbeiten?“

Statische Sprache: „Was soll ich machen? Das ist nun mal so, wenn man Diabetes hat!“
Prozesshafte Sprache mit Zukunft: „Was ist mein nächster Schritt?“

Ein bewusster Umgang mit der eigenen Sprache in herausfordernden Situationen kann mich aus einem Verharren in einer Problemsituation befreien und in einen Prozess hineinführen.
Ihr könnt uns gerne eure persönlichen Beispielsätze schicken! Wir wollen die Erfahrung machen, wozu wir fähig sind!
Hier ein paar Fähigkeiten, die Kinder und Jugendliche mit Diabetes früh erwerben (müssen):
Genauigkeit
Pünktlichkeit
Organisiert-Sein
Selbstständigkeit
Motivationsfähigkeit
Gute Körperwahrnehmung (spüre meine Möglichkeiten und Grenzen der Belastbarkeit)
Mitdenken und sich in der Tiefe mit einem Thema auseinandersetzen können
Verantwortungsübernahme
Ehrgeiz
Ausdauer
Konzentrationsfähigkeit
Fokussiert sein können
Verlässlichkeit
Kontrolle halten können
Überblick haben
und noch viele mehr…..!
Ihr könnt diese Fähigkeiten aufzählen, wenn ihr bei einem Vorstellungsgespräch seid und eure Stärken nennen sollt, wenn euch jemand wegen des Diabetes bemitleidet und in vielen anderen Situationen.

Was können wir nun tun, um ukrainischen Kindern und Jugendlichen mit Diabetes Typ 1, die nach Österreich flüchten mussten, zu helfen?

Wir wollen bei sprachlichen Schwierigkeiten helfen – beim Übersetzen in der Diabetes-Ambulanz, von Dokumenten für Medikamente, Sensoren etc, im Alltag, für die Schule und Freizeit.
Hier findet ihr tolle Übersetzer-Apps, wenn unsere ukrainischen oder anderssprachigen Freunde keine unserer häufigsten Sprachen (deutsch, englisch) gut sprechen können:
https://www.sayhi.com/de/translate/
https://www.deepl.com/translator

Hier zwei deutsch-ukrainische Wörterbücher zum Erlernen der Sprache:
Deutsch-Ukrainisches Bildwörterbuch
Fluechtlingshilfe_Deutschheft_Ukrainisch

In der Ukraine wird mit mmol/l gerechnet, hier die Umrechnungstabelle dazu:
Glucose-Umrechnungstabelle

Wir wollen ein Gefühl von Sicherheit und Vertrauen geben.
Das tun wir, indem wir eine sichere Beziehung gemäß unseren Leitsätzen anbieten.
Hier findest du die Übersetzung unseres Peer-Mentoring-Angebots auf russisch:
Ukraine_YOUNG DIAB UKR-russisch
Wir oder unsere Eltern können auch bei Bedarf mit in die neue Klasse gehen, um den Diabetes zu erklären.

Wir fragen nicht nach Kriegserlebnissen, aber wir hören zu, wenn unser Gegenüber über angstmachende Erfahrungen sprechen will, achten auf unsere eigenen Grenzen, bieten Hilfe an, wenn sie gewünscht wird, und wir aktivieren unser Unterstützernetzwerk – auch zu unserem eigenen Schutz. Wir sind nicht die Therapeuten, aber wir können sie vermitteln. Schau auf die kikico.net-Seite über medizinische, therapeutische und pädagogische Unterstützungsangebote.
Hier erfährst du mehr, wenn du dich interessierst und erhältst eine Seite voller guter Skills zur Beruhigung und Entspannung:
START ukraine_handout_deutsch
und dasselbe auch auf ukrainisch:
START_Skills_handout_ukrai

Wir wissen, dass viele Dinge in vieler Weise helfen können: Lachen, Singen, Tanzen, Witze machen, Bewegung, Sport und vieles mehr, vor allem hilft vielen Kindern und Jugendlichen und ihren Eltern Gemeinschaft! Darum wollen wir uns auch bemühen!
Erkundige dich bei deiner Gemeinde – in Wien helfen auch die https://www.stadtmenschen.wien/ bei der Suche – , ob Kultur- und Sportorganisationen ukrainischen Geflüchteten eine kostenlose Mitgliedschaft anbieten. So tut es z.B. der ASKÖ https://www.askoe.at/de/newsshow-askoe-ruft-ihre-vereine-zu-einem-solidarischen-zeichen-auf und viele Musikschulen etc.

Was kannst du tun?
Hier laden wir dich ein zum Mithelfen: Ukraine_YOUNG DIAB AUSTRIA
Du kannst dich bei info@kikico.net melden, wenn du in deinem Umkreis helfen willst. Dann werden Kiki, Lena oder Yvonne und Jugendliche aus der Gruppe, die schon ein Coaching hatten und in deiner Nähe wohnen, Kontakt zu dir aufnehmen. Wenn alles passt, wirst du in eine Liste aufgenommen und mit jugendlichen UkrainerInnen verlinkt, sobald sie in Österreich ankommen. Auf jeden Fall wirst du zu weiteren Aktivitäten der Gruppe Diabetes Let`s Get Going eingeladen werden.

Diese Seite wird mit vielen nützlichen und witzigen Informationen, die ihr alle mit uns teilen wollt, immer weiter wachsen.
DANKE an alle YOUNG DIABETES people!
LET´S GET GOING!

2 Tage Diabetes-Workshop YOUNG DIABETES AUSTRIA for YOUNG DIABETES UKRAINE 04/22 in Salzburg NOCH OHNE TON

Danke an das JUFA Salzburg fürs Sponsoring unseres Diabetes-Workshops 04/22 mit Übernachtungen und Nutzung des Seminarraums

Danke an die Firma Dexcom für das großzügige Sponsoring unseres Diabetes-Workshops 04/22 mit Reise- und Verpflegungskosten

Videoschnitt Sofiya Diabetes-Workshop Salzburg 04/22 2204 Sofiya Video Salzburg